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"Öffnen für ein befreites Leben!"



Die 5 Schritte des heilsamen Umgangs mit der eigenen Verletzlichkeit



Es gibt drei archetypische / instinktive Reaktionen auf Bedrohung:

    • Angriff
    • Erstarrung
    • Flucht

Die "Wunde"

Jeder Mensch hat vor allem eine, oft auch mehrere "Wunden".
Diese wird immer wieder im zwischenmenschlichen Kontakt aktiviert. Dann werden Emotionen aktiviert, die dem Ereignis i.d.R. nicht angemessen sind.
Starke Emotionen, z.B. Wut, Trauer, Neid, Schmerz, Missgunst, Angst. Meist wird dabei die eigene Wunde nicht gesehen, sondern ins Außen, also auf die Person, die Personen oder auch Ereignisse projiziert. Also z.B. Wut auf den Partner, die Partnerin, auf Bombenleger, auf Ungerechtigkeit in der Welt. Auf Länder, Religionen, Moral und Lebensweisen anderer usw.
Manl macht den anderen oder das Ereignis für seine Gefühle verantwortlich. Rechtfertigungen sind schnell bei der Hand. Z.B. Jener hat mich verletzt, schlecht behandelt, mir wehgetan, meine Grenzen verletzt, mich nicht wertgeschätzt, mich übergangen… Damit ist die Rechtfertigung die neg. Gefühle auf den anderen zu projizieren oder die Schuld anderen zu geben da. Damit dann auch die Rechtfertigung, den ebenso schlecht zu behandeln, auf ihn wütend zu sein, zu bestrafen usw..

Die Dramen, die beide Seiten unglücklich machen und in einen schlechten Zustand bringen, sind vorprogrammiert. Das ist im Umgang in Beziehungen und ganz besonders in beratenden Berufen und Berufen mit untergebenen Mitarbeiten fatal. Bei einer Projektion ist man immer im Opfermodus.

Sobald eine Bedrohung stattfindet, fällt das "Innere Kind" (der kindliche Teil) in unsautomatisch in einen der drei Zustände Angriff, Erstarrung, Fluch.
Der Erwachsene Teil im Mensch ist definiert mit Bewusstheit und Entscheidung (mit oder gegen den Instinkt). Keine der instinktiven Handlungen ist heilsam oder hilfreich, außer in Situationen der "echten", "gefährlichen" Bedrohung von außen. Hilfreich und heilsam ist die Entscheidung durch Bewusstheit.

Starke Primärgefühle wie Angst, Schmerz und Trauer und Wut im sozialen Umgang zeigen im Alltag fast immer eine Reaktivierung einer schon lange vorhandenen Wunde, eher selten einer neuen Verletzung. Diese Reaktivierung ist meist unverhältnismäßig der Bedrohung, des Auslösers bzw. der Situation gegenüber. Man erkennt das an der Heftigkeit und Unverhältnismäßigkeit der Reaktion

Die 5 Schritte zum heilvollen Umgang mit der Wunde:

1. bewusst werden (dass ich stark reagiere/ etwas passiert)

2. innehalten (spüren, nichts dagegen machen)

3. fühlen, Ja sagen (braucht eine Entscheidung, Bereitschaft)

4. Verantwortung für mein Fühlen übernehmen

5. Sich um sich selbst kümmern. (Der Verletzung bzw. den unangehnehmen Gefühlen einen Platz in sich geben und bejahen. "Sich selbst innerlich in den Arm nehmen").

Dieser 5. Schritt ist der wichtigste und führt zu Heilung und Auflösung der ursprünglichen Wunde (meist in vielen kleinen Schritten).

Wie gehe ich damit um? Wie kann ich verhindern zu reagieren?

Bei Emotionen die Aufmerksamkeit zu sich selbst lenken, die Emotion im Körper spüren. Die Aufmerksamkeit vom Auslöser weglenken, auch wenn es noch so attraktiv erscheint, auf den anderen zu projizieren.
Die reine Energie im Körper spüren. Welche Energie ist in der Emotion? Zum Beispiel Wut: spüre, wie Dich die Wut durchströmt. wie sich das anfühlt. Im ganzen Körper, lass die Emotion zu! Lass sie sich im Körper ausbreiten, sich Raum nehmen. Spüre die reine Energie der Emotion. Spüre die Kraft, die damit verbunden ist.
Trauer: spüre den Schmerz, der damit verbunden ist. Was ist dahinter? Was ist, wenn Du die ganze Emotion zulässt und nur spürst? Was ist hinter dem Schmerz? So wird aus dem Reagierer oder Opfer der Zuschauer, der Forscher.

Aufmerksamkeit und Bewusstheit ist wie Licht ins Dunkel bringen. wie die Schatten mit Licht transformieren. Wenn es schwer fällt, kann man sich vorstellen, man träte aus sich selbst heraus und beobachtet sich, wenn man hinter sich steht.
Eventuell ist es gut den Raum oder die Situation verlassen um etwas Abstand vom Auslöser zu bekommen.
Wenn die Emotion abgeklungen ist, oder die Projektion aufgehört hat, ist es wieder möglich in den Kontakt gehen und dann vielleicht ruhig und besonnen ausdrücken, wie es einem geht und ging.

 

Haben Dich diese Tipps und Beschreibungen inspiriert? Gibt es noch Themen, die Du für Dich klären und vertiefen willst? Hast Du noch Fragen dazu?
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Herzlich Grüße von

DGfS Systemaufsteller


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